Bild auf dem jemand eine Gitarre spielt und jemand ein Buch hält

Aktuelles

Neuigkeiten und Pressemitteilungen zur Studie HOMESIDE

Aktuelle Mitteilung angesichts der Corona-Pandemie

Die Coronavirus COVID-19-Pandemie in Deutschland erfordert auch von uns Maßnahmen, die dem Schutz unserer Teilnehmer/innen, Mitarbeiter/innen und der Gesellschaft dienen. Gerade für ältere Menschen und für Personen mit Vorerkrankungen stellt das Coronavirus eine besondere Gefahr dar.

Nachdem unsere Studie von April bis Mai 2020 aufgrund der Corona-Pandemie teilweise ruhen musste, können wir seit Juni 2020 eine Studienteilnahme online anbieten. Damit können alle Schutzmaßnahmen gemäß der offiziellen Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts und den Vorgaben des Bayerischen Staatsministeriums eingehalten werden. HOMESIDE nimmt aktuell Teilnehmer/ innen aus ganz Deutschland auf!

Wir wünschen Ihnen, dass Sie gesund bleiben und hoffen, dass wir alle diese außergewöhnliche Situation möglichst bald gut überstanden haben!

Im Gesamtkonsortium werden Möglichkeiten der Fortsetzung der Studie auch unter den Schutzbedingungen der Corona-Krise erarbeitet. Dazu gehört die Durchführung der Testungen und Interventionsanleitungen über gesicherte Videokonferenzsysteme. Die entsprechenden Ethikantragsergänzungen wurden dazu in allen fünf Ländern im März und April eingereicht und bis Ende April bereits in den Ethikkommissionen in Großbritannien, Australien und Deutschland genehmigt. Alle Meetings des Gesamtkonsortiums als auch des deutschen Teams von HOMESIDE finden als online-Meetings statt. Aufgrund der vielen zu klärenden Anpassungen finden aktuell doppelt so viele Meetings statt gegenüber der Zeit bis Februar 2020. In Großbritannien und Australien starten im April die online-Durchführung von Assessment und Interventionsanleitung.

Das deutsche Team hat die psychologischen Testungen zur Durchführung per Telefon für die aktuellen Teilnehmer aufbereitet und erfolgreich durchgeführt. Die regelmäßigen Telefonkontakte der Interventionsanleiter werden mit den aktuellen Teilnehmern ebenfalls fortgesetzt. Beide regelmäßigen Telefonkontakte werden von den aktuellen Teilnehmern auch sehr dankbar angenommen. Im Mai arbeitet das deutsche Team von HOMESIDE sowohl an den Zeitplänen zur Durchführung vor Ort mit allen angemeldeten Teilnehmern, sobald dies möglich ist, als auch an der Durchführung über die dem Team zur Verfügung stehenden gesicherten Videokonferenzsysteme und an der Fortsetzung der Rekrutierung neuer Teilnehmer für die Studie.

Aufgrund der Corona-Krise finden Treffen des internationalen HOMESIDE-Teams derzeit ausschließlich als Videokonferenzen statt (Foto: Wosch FHWS)

Im Rahmen des Projektes fand im Februar 2020 das zweite Konsortiumsmeeting aller fünf Partner an der Universität Melbourne in Australien statt. Die in 2019 erreichten Meilensteine von HOMESIDE wurden bei dem Zusammentreffen der Partner besprochen und abgeschlossen. Dazu zählen die Genehmigungen aller fünf Ethikanträge, die Publikation des Studienprotokolls, die Fertigstellung der Trainingsmanuale, die Einstellung und Ausbildung aller Psychologen und Therapeuten, sowie die Aktivierung der Datenbank.

Weiterhin wurden in Melbourne die Strategien zum Gewinnen der Untersuchungsteilnehmer/innen weiterentwickelt, die Datenanalysepläne differenziert und weitere Unterprojekte besprochen und gestartet. Im Rahmen von HOMESIDE findet außerdem ein internationales Netzwerk-Training für Doktoranden statt. Aktuell sind sechs Doktoranden in HOMESIDE eingestellt, von denen drei beim Konsortiumsmeeting in Melbourne beteiligt waren, darunter auch Carina Petrowitz von der FHWS.

Das internationale Team von HOMESIDE in Melbourne
Das internationale Team von HOMESIDE beim zweiten Konsortiumstreffen. Projektmitarbeiter/innen aus Deutschland, Australien, Großbritannien, Norwegen und Polen treffen sich im Februar 2020 in Melbourne, um Strategien zur Rekrutierung und Datenanalyse zu besprechen. (Foto: Baker/UoM FHWS)

Am 17. Januar 2020 fand an der Hochschule für angewandte Wissenschaften Würzburg-Schweinfurt ein Informationstag zum Thema "Anwendungen der Musiktherapie für die formelle und informelle Pflege alter Menschen" statt. Die Sozialreferentin der Stadt Würzburg, Dr. Düber, eröffnete die Tagung mit Grußworten. Drei Impulsvorträge ermöglichten einen tieferen Einblick in das Themenfeld. Die Besucher/innen bekamen außerdem die Möglichkeit, an verschiedenen Workshops und einer Diskussionsrunde teilzunehmen sowie die Ausstellung "Verborgene Schätze - Kunst und Demenz" zu besuchen. Hier können Sie das Programm des Tages einsehen.

Die partizipatorische Veranstaltung wurde gefördert von der Hochschulrektorenkonferenz im Rahmen der Kleinen Fächerwochen. Eine Berichterstattung zu den Angeboten im Bereich Musiktherapie, die innerhalb der Kleinen Fächerwochen angeboten wurden, finden Sie hier.

 

 

Nachdem wir alle HOMESIDE-Positionen im November 2019 erfolgreich besetzen konnten, haben wir für das gesamte deutsche Team am 11.12.19 einen Fortbildungstag an der Hochschule für angewandte Wissenschaften Würzburg-Schweinfurt angeboten. 

Der Fortbildungstag wurde genutzt, um das Projekt HOMESIDE ausführlich vorzustellen und offene Fragen zum Studienablauf zu klären. Kenntnisse in den Bereichen Demenz, häusliche Pflege und Angehörige wurden vertieft und erweitert. Darüber hinaus wurden die verschiedenen Rollen und Aufgabenfelder der Projektmitglieder konkretisiert und anhand von Rollenspielen erprobt.

Unser erfahrenes, interdisziplinäres Team, bestehend aus Projektleiter, Studienleiterin, Fachkräften für die Musikintervention, Fachkräften für die Leseintervention, Psychologen und einem Gesundheitsökonom, konnte sich an diesem Tag besser kennen lernen und gemeinsam in den Durchführungsteil der klinischen Studie starten. 

Das deutsche Team von HOMESIDE auf dem ersten Fortbildungstag
Das komplette deutsche Team von HOMESIDE auf dem ersten Fortbildungstag an der FHWS im Dezember 2019. (Foto: Repp FHWS)

Vom 04.12.19 bis zum 06.12.19 traf sich das internationale Team von HOMESIDE in Cambridge, Großbritannien, um sich über bisherige Entwicklungen und weitere Pläne für die Studie auszutauschen. Aus Australien, Deutschland, Großbritannien, Norwegen und Polen kamen die jeweiligen Projektleiter, Studienleiter und Doktoranden in mehreren Gesprächsrunden und Veranstaltungen zusammen.

Inhaltlich ging es in den drei Tagen unter anderem um die effektivere Einbeziehung der Nutzer und der Öffentlichkeit, um die Verbesserung von Strategien der Teilnehmerrekrutierung, um Aspekte des Datenschutzes sowie um Möglichkeiten zur Datenverarbeitung und Datenanalyse. Des Weiteren präsentierten die Doktoranden von HOMESIDE ihre Promotionsvorhaben.

Ein gelungenes Rahmenprogramm rundete die Zusammenkunft in Cambridge ab. Prof. Dr. Felicity Baker, die Leiterin des Gesamtprojektes, gab am ersten Abend eine öffentliche Vorlesung. Ein Treffen und Austausch mit interessierten Demenzbetroffenen, pflegenden Angehörigen, Pflegepersonal und Mitgliedern der britischen Alzheimer-Gesellschaft war für alle Beteiligten äußerst bereichernd. Schließlich wurde die klinische Studie HOMESIDE in einer feierlichen Eröffnungsveranstaltung offiziell gestartet.

Das deutsche Team (Projektleiter Prof. Dr. Thomas Wosch, Studienleiterin Dr. Laura Blauth und Doktorandin Carina Petrowitz) kehrte nach drei anregenden Arbeitstagen mit vielen Ideen nach Würzburg zurück. 

Gruppenbild des internationalen HOMESIDE-Teams auf dem Meeting in Cambridge, UK
Teammitglieder von HOMESIDE aus Australien, Deutschland, Großbritannien, Norwegen und Polen treffen sich im Dezember 2019 in Cambridge, Großbritannien, um bisherige Entwicklungen und weitere Schritte im Projekt zu besprechen. (Foto: Baker/UoM FHWS)

Hier gelangen Sie zu dem Artikel.

Um den Alzheimertag im September finden seit nunmehr 6 Jahren die Würzburger Demenztage statt. Initiatoren und Träger dieser Tage sind die Vogel-Stiftung und die Universitätsklinik für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie Würzburg in Kooperation mit der Stadt Würzburg, der Alzheimer-Gesellschaft Würzburg/Unterfranken e.V., HALMA e.V., dem Kommunalunternehmen Landkreis Würzburg, dem Bürgerspital und der AWO. Ziele der Würzburger Demenztage sind Informationsvermittlung, fachliche Vernetzung sowie Öffentlichkeitsarbeit zum Thema Demenz. Sie stehen unter dem Motto „Demenzkultur – ein neues Konzept im Umgang mit der Erkrankung und die Teilhabe am kulturellen Leben in Würzburg.“

Eröffnet wurden die diesjährigen Würzburger Demenztage vom Vorsitzenden der Vogel-Stiftung Dr. Eckernkamp, vom Oberbürgermeister der Stadt Würzburg Schuchardt und vom Landrat des Landkreises Würzburg Nuß. Auf der Eröffnungsveranstaltung im Vogel Convention Center ermöglichten Beiträge von Prof. Dr. Deckert, Dr. Schwab, Prof. Dr. Oorschot und Dr. Jentschke Einblicke in verschiedene Aspekte des Themenfeldes. Auch die Referatsleiterin Demenzstrategie, Beratung in der Pflege, Angebote zur Unterstützung im Alltag im Bayerischen Staatsministerium für Gesundheit und Pflege, Frau Dr. Schwendner, hielt einen Vortrag zur bayerischen Demenzstrategie.

Am Folgetag wurden Workshops zum Thema Demenz im Würzburger Rathaus angeboten. Parallel dazu konnten sich Bürgerinnen und Bürger auf dem Unteren Markt in Würzburg an vielen Ständen auf dem „Markt der Möglichkeiten“ zu Angeboten für ältere Menschen informieren und mit den Ausstellern ins Gespräch kommen. Ein ganztägiges Bühnenprogramm rundete das Programm ab.

Von der FHWS gaben Prof. Dr. Wosch, Jasmin Eickholt und Tabea Thurn einen Workshop „Musiktherapie“, in dem die Grundlagen der Musiktherapie für Menschen mit Demenz vorgestellt wurden sowie ihre Anwendung an Beispielen gezeigt und in kurzen Übungen direkt nachvollziehbar gemacht wurde. Dabei wurde sowohl auf die Bedeutung des Einsatzes von Musikinstrumenten eingegangen als auf den Einsatz von musikalischen Elementen zur besseren Bewältigung des Alltags in der Demenzversorgung.

Der zweite Beitrag der FHWS war die Gestaltung eines 30-minütigen Bühnenprogramms, in dem Dr. Laura Blauth und Sophia Kippes die Forschungsstudie HOMESIDE vorgestellt haben. HOMESIDE untersucht im Rahmen einer randomisiert-kontrollierten Studie die Wirkung von einem musiktherapeutischen und einem lesetherapeutischen Angebot für Menschen mit Demenz und ihre pflegenden Angehörigen. Die internationale Forschungsstudie wird in fünf Ländern (Australien, Deutschland, Großbritannien, Norwegen, Polen) gleichzeitig durchgeführt. In Deutschland wird die Studie von der FHWS betreut und umgesetzt. HOMESIDE wird von der Europäischen Union und dem Bundesministerium für Bildung und Forschung unterstützt und finanziell gefördert. Auf den Demenztagen hat der Moderator Johannes Keppner von Radio Gong der klinischen Studienleiterin Dr. Laura Blauth und der Supervisorin Sophia Kippes Fragen zur Studie gestellt. Dr. Laura Blauth und Sophia Kippes haben außerdem die Studie für das Publikum erlebbar gemacht. Dafür haben sie viel mit dem Publikum interagiert, gemeinsam Lieder gesungen, Instrumente vorgestellt, Tanzmusik aufgelegt, Herbstgedichte mitgebracht und die gehörten Texte und Lieder multisensorisch erfahrbar gemacht.

Zusätzlich hat sich die FHWS auf den 6. Würzburger Demenztagen mit einem Stand auf dem „Markt der Möglichkeiten“ auf dem Unteren Markt beteiligt, an dem sich Bürger und Bürgerinnen sowie die Vertreter der anderen Dienstleister und Stiftungen im Bereich der Demenzversorgung über die HOMESIDE-Studie der FHWS informieren konnten. Interessierte erfuhren mehr zu Teilnahmebedingungen und zur Durchführung der Studie. Des Weiteren konnten regionale Kooperationen für diese Studie angebahnt oder vertieft werden. Ein wichtiger Bestandteil war hier auch die Information über die Bedeutung von Musiktherapie für die Demenzversorgung sowie über die Beiträge der Forschung der FHWS für diesen Bereich.

Herr Keppner von Radio Gong im Gespräch mit Frau Dr. Blauth und Frau Kippes zur Forschungsstudie HOMESIDE. (Foto: FHWS Blauth)
Der Moderator Herr Keppner von Radio Gong im Gespräch mit Frau Dr. Blauth und Frau Kippes zur Forschungsstudie HOMESIDE. (Foto: FHWS Blauth)
Dr. Laura Blauth singt mit Sophia Kippes, Johannes Keppner und dem Publikum auf dem Marktplatz das Herbstlied "Bunt sind schon die Wälder" und begleitet auf der Gitarre. (Foto: FHWS Blauth)
Um die Studie HOMESIDE erlebbar zu machen, singt Dr. Laura Blauth mit Sophia Kippes, Johannes Keppner und dem Publikum auf dem Marktplatz das Herbstlied "Bunt sind schon die Wälder" und begleitet auf der Gitarre. (Foto: FHWS Blauth)
Interessierte Besucher informieren sich am FHWS-Stand auf dem Unteren Markt bei Sophia Kippes und Dr. Laura Blauth über die Forschungsstudie Homeside. (Foto: FHWS Blauth)
Interessierte Besucher informieren sich am FHWS-Stand auf dem Unteren Markt bei Sophia Kippes und Dr. Laura Blauth über die Forschungsstudie HOMESIDE. (Foto: FHWS Blauth)
Das Team der Musiktherapie FHWS am Informationsstand Homeside. Von links: Jasmin Eickholt, Dr. Laura Blauth, Prof. Dr. Thomas Wosch, Tabea Thurn. (Foto: FHWS Blauth)
Das Team der Musiktherapie FHWS am Informationsstand HOMESIDE. Von links: Jasmin Eickholt, Dr. Laura Blauth, Prof. Dr. Thomas Wosch, Tabea Thurn. (Foto: FHWS Blauth)