Aktuelles

Neuigkeiten aus dem IFAS

Projektvorstellung im Ethiknetz Mainfranken

Unsere Wissenschaftliche Mitarbeiterin Dr. Carolin Fleischmann stellte am 08.11.2021 im Rahmen eines virtuellen Treffens des Ethiknetzes Mainfranken den aktuellen Arbeitsstand des Projekts „Mythen zur Patientenverfügung“ vor. 26 Interessierte schalteten sich in die virtuelle Runde. Das Projekt zielt im ersten Schritt darauf ab, den Kenntnisstand von einerseits Health Professionals (diverse AkteurInnen im Gesundheitswesen) und andererseits BürgerInnen zu Vorsorgedokumenten (Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht, Betreuungsverfügung) zu erfassen. Basierend auf dieser Auswertung werden Informations- und Fortbildungskonzepte für beide Zielgruppen entwickelt und im Anschluss evaluiert werden. In dem Vortrag ging Frau Fleischmann neben der Projektidee, den Arbeitsschritten und Fragestellungen auch auf die Konzeption der Erhebungsinstrumente und auf die ersten Ergebnisse der Auswertung ein. In der anschließenden Diskussion kamen fachliche Rückmeldungen zu einzelnen Fragen im Fragebogen auf sowie Vorschläge zur Ansprache der Bürgerinnen und Bürger innerhalb der digitalen Informationskonzepte.

Fünf neue Forschungsprojekte am IFAS

Fünf neue Forschungsprojekte starten am Institut für angewandte Sozialwissenschaften (IFAS). Die Mittel für die Besetzung der Stellen für wissenschaftliche Mitarbeitende wurden durch Mittel aus der High-Tech Agenda Bayern möglich.  

Prof. Dr. Dagmar Unz erforscht gemeinsam mit der wissenschaftlichen Mitarbeiterin Eva-Maria Weiß in dem Projekt „ReSy“ das Potential von Virtual Reality zur Reduktion von Stigmata gegenüber Menschen mit psychischer Erkrankung. Dafür werden zwei virtuelle Umgebungen konzipiert, die zum einen Symptome psychischer Erkrankungen erlebbar machen und zum anderen indirekten Kontakt vermitteln.

Das Projekt „DigiPsy“ von Prof. Dr. Tanja Henking und der wissenschaftlichen Mitarbeiterin Andrea Weber setzt sich mit digitalen und KI-basierten Anwendungen im Bereich der psychiatrischen Versorgung auseinander. Neben empirischen Fragenstellungen mit starker Nutzendenbeteiligung, soll ein normativer Rahmen, der ethische und rechtliche Aspekte einer digitalen Versorgung von Menschen mit psychischer Erkrankung beleuchtet, sowie Handlungsempfehlungen erarbeitet werden.

Beide Projekte haben ihre Arbeit bereits aufgenommen. In Kürze starten die folgenden Projekte:

Das Projekt „Autonomie digital“ von Prof. Dr. Silke Neuderth hat die Identifikation von Autonomiebedürfnissen sowie autonomieförderlichen und -gefährdenden Aspekten im Zusammenhang mit digitalen Tools bei drei unterschiedlichen „prototypischen“ Zielgruppen chronisch kranker Menschen (Menschen mit Rückenschmerz, Menschen mit psychischer Erkrankung und Menschen mit Amyloidose) zum Ziel. Ermittelt werden soll wie Autonomie durch digitale Tools gewahrt bzw. gefördert werden kann.

Das Projekt „HIGH-M“ von Prof. Dr. Thomas Wosch befasst sich mit der Entwicklung automatisierter musiktherapeutischer Diagnostiktools. Dafür soll in einem ersten Schritt ein Theoriemodell entwickelt werden, das in einem zweiten Schritt im Sinne des „Reverse Engeneering“ eingesetzt und geprüft wird. In der dritten Phase werden die in der zweiten Phase entstandenen musikalischen Interaktionen auf die verschiedenen Interaktionstypen und deren klienten- und nutzendenbezogene Spezifik analysiert, womit das Theoriemodell überarbeitet und fertig gestellt wird.

Im Projekt „Förderung arbeitssicheren Verhaltens bei Feuerwehrleuten in Deutschland und Japan“ von Prof. Dr. Christoph Bördlein sollen die Methoden der verhaltensorientierten Arbeitssicherheit (Behavior Based Safety, BBS) auf die Arbeitssituation von Feuerwehrleuten übertragen werden. Dazu werden sichere Verhaltensweisen von Feuerwehrleuten definiert und beobachtet. Eine Verhaltensänderung wird durch Feedback, das Setzen von verhaltensspezifischen Zielen sowie Methoden der positiven Verstärkung angestrebt. 

Wörterbuch Soziale Arbeit in neuer Auflage erschienen

Das Wörterbuch Soziale Arbeit erschien im Beltz Juventa Verlag in neuer Auflage und in neuer Herausgeberschaft. Prof. Dr. Theresia Wintergerst, Angehörige der Fakultät Angewandte Sozialwissenschaften der FHWS und Mitwirkende im Center Wissenschaft Soziale Arbeit des IFAS ist Mitglied des neuen fünfköpfigen Herausgeberteams. Über 250 Autorinnen und Autoren haben am Wörterbuch mitgeschrieben. Die ersten acht Ausgaben wurden von Dieter Kreft und Ingrid Mielenz herausgegeben. Diese prägten die Ausrichtung des Wörterbuchs, das sich in der Länge der Artikel zwischen einem Lexikon und einem Handbuch ansiedelt. Das Wörterbuch soll auch das fachliche Wissen in jenen Feldern zur Geltung bringen, in denen die sie beschäftigenden Problemlagen entstehen und verursacht werden. Es bietet eine qualifizierte Erstinformation zu den für die Soziale Arbeit relevanten Themen. Dabei ist es darauf ausgerichtet neben den Handlungsfeldern, den Konzepten und Methoden auch über den rechtlichen Handlungsrahmen und die für das Handeln wichtigen Strukturen zu informieren. Zielsetzung ist es, alle Bereiche und Felder zu berücksichtigen. Dementsprechend bilden Begriffe aus der Sozialen Arbeit in Praxis und Theorie, Lehre und Forschung die Mitte des Wörterbuchs. 

Weitere Informationen und Bestellung auf der Website der Verlagsgruppe Beltz

Umfrage zu Patientenverfügung

Aktuell wird im Rahmen des vom Bundesministerium für Gesundheit (BMG) geförderten Forschungsprojekts „Mythen zur Patientenverfügung“ eine Umfrage zum Thema Vorsorgedokumente (Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht, Betreuungsverfügung) durchgeführt. Sie richtet sich an alle volljährigen Bürgerinnen und Bürger von Stadt und Landkreis Würzburg und dauert ca. 20 Minuten. Das Projekt läuft insgesamt bis 2023 und verfolgt das Ziel, auf Basis der Befragung gezielte Informationskonzepte zum Thema Vorsorgedokumente entwickeln. Die Fragen beziehen sich auf den Umgang mit und das Wissen zu Vorsorgedokumenten. Am Ende eines kleinen Wissenstests erfährt jede/r Teilnehmer/in sein persönliches Ergebnis!

Welche Idee steckt hinter dem Projekt? Mangelhaftes Wissen sowie falsche Vorstellungen über Vorsorgedokumente führen dazu, dass deren Potenzial nicht ausgeschöpft wird. Das wiederum bedeutet, dass dem Willen von Patientinnen und Patienten in besonders vulnerablen Lebensphasen nicht Folge geleistet werden kann. Es geht im Grunde um zutiefst menschliche Themen wie die Wahrung der Autonomie und Würde eines jeden Einzelnen.

Hier geht’s zur Umfrage: https://unipark.de/uc/mythen/

 

Projekt AttiMa stellt sich bei Eröffnung des DAAD Regionalbüros Amman (Jordanien) vor

E-Poster zum laufenden Forschungsprojekt „Mythen zur Patientenverfügung“ wird mit zweitem Platz auf den Wissenschaftlichen Arbeitstagen der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin ausgezeichnet.

Auf den Wissenschaftlichen Arbeitstagen (WTA) der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin, die am 12. und 13. März 2021 komplett digital ausgerichtet wurden, konnte unsere Wissenschaftliche Mitarbeiterin Carolin Fleischmann mit ihrem ePoster zum laufenden Forschungsprojekt „Mythen zur Patientenverfügung“ die Gutachterinnen und Gutachter überzeugen und erhielt in der Verleihung der Posterpreise den 2. Platz. In ihrem Vortrag erläuterte sie den Hintergrund der Projektidee, das methodische Vorgehen und den Ausblick auf die zu erwartenden Ergebnisse der Befragung der Health Care Professionals, die sich aktuell in der Feldphase befindet. An den Vortrag schloss sich eine interessante Diskussion an, moderiert durch zwei Expertinnen auf dem Gebiet der Palliativforschung: Prof. Dr. Claudia Bausewein und Prof. Dr. Henrikje Stanze. Besonderes Augenmerk bei der Begutachtung der Poster wurde auf die Forschungsqualität, den inhaltlichen Aufbau und die graphische Gestaltung gelegt. Ziel der WAT ist die Vernetzung, Bildung und Förderung junger Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler auf dem Gebiet der Palliativmedizin. 

Veranstaltungen

in der Vorlegungszeit jeden 3. Mittwoch im Monat um 15:15 Uhr

Termine im WiSe 2021/22: 20.10.2021, 10.11.2021 und 19.01.2022

Bis auf Weiteres findet das IFAS-Kolloquium per Zoom statt (der Link wird Ihnen auf Anfrage gerne zugesendet).

Im Rahmen des von der VW-Stiftung geförderten Projekts SMART findet am 21.05.21 um 18.00h eine Diskussionsveranstaltung auf der diesjährigen digitalen re:publica statt. Gemeinsam reisen wir in eine mögliche Zukunft, in der Künstliche Intelligenz bei der Prüfung der Einwilligungsfähigkeit von Patient*innen eingesetzt wird. Wir diskutieren verschiedene Perspektiven, Zusammenhänge und Folgen mit interessierten Personen und Expert*innen unterschiedlicher Disziplinen.

Mehr Informationen finden Sie auf der Projekthomepage sowie auf der Veranstaltungsseite der re:publica.

Im Rahmen des von der VW-Stiftung geförderten Projekts SMART (Saving Autonomy: Assessing Patients' Capacity to Consent using Artificial Intelligence) fand am 29. und 30.03.21 ein zweitägiger Workshop statt. Expert*innen aus den Fachbereichen Philosophie, Recht, Medizin, Soziologie, Informatik, Psychologie und Politikwissenschaft diskutierten mit uns über den Einsatz künstlicher Intelligenz bei der Beurteilung der Einwilligungsfähigkeit von Patient*innen.

Mehr Informationen finden Sie auf der Projekthomepage.